Kursfahrt nach Potsdam

Autor/in: N. Höppner, 12c

Im Schuljahr 2025/26 haben sich 15 Schüler/Innen der Jahrgangsstufen 11 und 12 für die Politikkursfahrt entschieden. Im Zeitpunkt vom 22.09. bis zum 26.09.2025 waren wir in Potsdam, um uns hauptsächlich mit dem Landtag und der Zeit der DDR auseinanderzusetzen. Während der Woche besuchten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten und kulturelle Orte.

Direkt nach der Ankunft in Potsdam, haben wir uns auf den Weg zum Landtag Brandenburg gemacht. Dort haben wir eine Einführung zum Thema Landtag und spezifisch dem Landtag Brandenburg bekommen. Bevor wir dann selber in fiktive Parteien eingeteilt wurden und eine Rede zu dem Thema „Sollten Talentnoten abgeschafft werden“ schreiben sollten. Die Rede durften wir dann nach dem Mittag in einer Simulation einer Landtagssitzung im Plenarsaal halten. Zum Schluss hat sich der Landtagsabgeordnete Kurt Fischer die Zeit genommen, um ein Gespräch mit uns zu führen, in dem er auf alle unsere Fragen zu ihm, seiner Politik und das Leben als Abgeordneter eingegangen ist.

Am Dienstagvormittag haben wir die „Gedenkstätte Lindenstraße“ besucht. Ein altes Staatssicherheitsgefängnis der DDR, in dem hauptsächlich politische Gefangene untergebracht waren und verhört wurden bis es zu ihrer Verurteilung kam. Zuerst wurden wir durch die Gedenkstätte geführt und man hat uns von den damaligen Zuständen im Gefängnis berichtet. Anschließend hat sich Bernd Richter die Zeit genommen mit uns ein Zeitzeugengespräch zu führen. Nicht nur hat er uns von seiner Zeit im Gefängnis erzählt, sondern auch davon, wie er im Sport ohne sein Wissen gedopt wurde. Wir konnten viel über sein Leben, in der DDR erfahren und wie er auch nach seiner Zeit im Gefängnis vom Staat kontrolliert wurde.

Am Nachmittag haben wir eine drei stündige Fahrradtour durch Potsdam gemacht. Wir sind durch den Park von Schloss Babelsberg an der Havel entlang bis in die Innenstadt wieder am Landtag vorbeigefahren. Dann haben wir uns den Park des Schlosses Sanssouci und weiter die Russische Kolonie Alexandrowa angeguckt. Abermals sind wir durch den Park vom Schloss Babelsberg wieder zurück zum Ausgangsort. Im Park sowie auch auf dem Weg zum Park konnte man die Häuser von Harry S Truman und Churchill sehen, die sie genutzt haben, während der Zeit der Potsdamer Konferenz.

Mittwoch hatten wir die Chance die Universität Potsdam auf ihrem Campus in Golm zu besuchen. Jedoch war es nicht nur eine Werbeaktion für die Universität selber, sondern uns wurde aufgezeigt, wie unser Leben, während des Studiums, aussehen könnte. Es wurden uns sowohl der Bewerbungsprozess, als auch unsere Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Zu dem haben wir eine Führung des Campus bekommen. Zum Schluss haben sie Tests mit uns gemacht, um schonmal zu gucken, wo wir vielleicht reinpassen könnten beziehungsweise, ob ein Studium überhaupt etwas für uns wäre. Später waren wir in Berlin Lasertag spielen.

Am letzten Tag unserer Kursfahrt durften wir im Filmpark Babelsberg einen Kurzfilm drehen. Dafür hatten wir alle schon fleißig unsere Texte gelernt und zwei von uns haben die Tontechnik übernommen. Zwei Mitarbeiter wurden uns zur Seite gestellt, um Regie und Kamera zu übernehmen. Außerdem haben sie uns gezeigt, wie es am Filmset abläuft, welche Kommandos es gibt und wie wir uns vor der Kamera zu verhalten haben. Der Film hieß „Mord im Orient“ und war eine verkürzte abgeänderte Version vom „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie.

Den letzten Abend haben wir dann beim Italiener zusammen ausklingen lassen.