Unsere Projektwoche 2025 lief unter dem Motto "Die Welt ist bunt!"
In unserer diesjährigen Projektwoche verwandelte sich unsere Schule in einen lebendigen Ort voller Kreativität, Neugier und Gemeinschaft. Sie ist bereits seit einigen Jahren Tradition, doch dieses Jahr gab es einen kleinen Unterschied: zum ersten Mal haben die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv an der Planung und Gestaltung dieser mitgewirkt. Alle aus der 10. und
11. Klasse konnten Projektideen einreichen - allein, in Zusammenarbeit mit einer Lehrkraft oder externen Partnern - aus denen die Schülerinnen und Schüler dann auswählen durften. Somit entstanden Gruppen, welche in Interessen unterteilt waren anstatt getrennt durch die Jahrgangsstufen. Dabei konnte jeder den verschiedensten Interessen nachgehen - vom Jonglieren (wer wollte das bitte nicht schon mal können?) bis hin zum Experimentieren und allem, was dazwischen liegt.
Die Teilnehmer des Projekts „Bunte NAWI-Welt“ erwartete am Montag direkt ein Experiment, denn Frau Holzenburg zeigte, wie man die sogenannte Elefantenzahnpasta herstellt. Danach arbeiteten sie innerhalb von drei Gruppen mit ihrem jeweiligen Projektleiter Jasmin Stefan, Dominik Schulz und Jeremias Eichhorn aus der 11. Klasse an den nachfolgenden Aufgaben.
Im Laufe des Projekts mikroskopierten und experimentieren die Schüler und besuchten am Donnerstag sogar die PCK Raffinerie.
Währenddessen erkundeten die Teilnehmer von „GreenCut-JUMP“ mit Frau Hille den Nationalpark Unteres Odertal mit dem Fahrrad. In dem Umwelt-Medien-Projekt lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Schnitt- und Filmtechniken, indem sie innerhalb der Woche mit Unterstützung eines professionellen Filmteams ein kurzes dokumentarisches Video zum Nationalpark drehten.
Ebenfalls digital gearbeitet wurde in den Computerräumen der Schule unter Anleitung von Frau Gierke. Hier hatte man die Möglichkeit, unterschiedliche Techniken der Gestaltung kennenzulernen und im Anschluss eigene Computerspiele zu designen.
Ähnlich und doch ganz anders war es bei dem PowerPoint-Projekt von Frau Dückerhoff und Frau Schleicher. Die Schülerinnen und Schüler durften sich nach einer kurzen Einführung Themen aussuchen, die sie im Laufe der Woche zu einem Vortrag ausarbeiteten. Sie lernten dabei, wie genau man Quellen angeben muss und worauf man sonst achten sollte, wenn man eine ansprechende PowerPoint erstellen möchte.
Besonders originell war auch das „Japanische Papiertheater“, geleitet von Frau Wendt und Frau Merkel. Hierunter konnten sich viele vorerst nichts vorstellen, also haben wir mal nachgefragt: das „Erzähltheater“ ist fester Bestandteil der traditionellen japanischen Kultur und ist die Grundlage für heutige Mangas. Dabei wird anhand von ausgewählten (selbstgezeichneten) Bildern eine Geschichte erzählt, meistens mithilfe eines speziellen Bilderrahmens. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich in den ersten beiden Tagen mit der Geschichte dieser Kunst und durften sich dann selbst ausprobieren. Sie schrieben eigene Kurzgeschichten und untermalten sie anschließend mit Bildern oder Fotos. Diese wurden dann in einer App zum finalen Produkt umgewandelt.
Besonders gefragt waren auch Projekte mit gesellschaftlichem Fokus, etwa der „Gaußianer Bundestag“ oder auch der
„Zukunftskompass“. Bei ersterem, so berichteten die Projektleiter Maximilian Dreydorff und Finn Lauter (11. Klasse), ging es vor allem darum, dass die Teilnehmer ein näheres Verständnis für unsere Politik und die Abläufe im Bundestag entwickeln. Dafür gründeten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Parteien; samt Wahlplakaten, -programmen und einer anschließenden offenen Wahl für alle anderen.
Beim „Zukunftskompass“ von Fiona Kirchhoff (10. Klasse) und Herrn Schmalenberger hingegen stand nicht unbedingt die landesweite Zukunft im Vordergrund, sondern eher die eigene. Das Projekt fand unter dem Motto „Was tun nach der Schule?“ statt. Die Teilnehmer hörten unter anderem einen Vortrag zum Thema Auslandsjahr und reisten nach Berlin in die TU, um mögliche Wege kennenzulernen, die man nach der Schule gehen kann.
Auch historische Projekte waren dabei, wie zum Beispiel das Arbeiten mit Stolpersteinen, an dem sich unsere Schule nicht zum ersten Mal beteiligt oder auch „Der Holocaust in Filmen“. Mit Unterstützung von den Projektleitern Frau Stier und Herrn Haack reinigten die Schülerinnen und Schüler bereits gelegte Stolpersteine und recherchierten intensiv zu den Opfern und ihrer Lebensgeschichte. Bei dem Projekt von Herrn Rall setzten sich die Teilnehmer mit dem Holocaust auseinander, indem sie verschiedene Filme zum Thema schauten und sie anschließend reflektierten und einordneten.
Ein ebenfalls sehr gefragtes Projekt war „Die dunkle Seite der Welt - Wenn Menschen morden“ geleitet von Clara Schütze,
Maja Wilk und Herrn Bartsch. Unter dem großen Thema „True Crime“ analysierten die Teilnehmer verschiedene Fälle und sollten selbst ermitteln, wer von den Verdächtigen der Täter ist.
Auch im künstlerisch-kreativen Bereich gab es eine breite Palette an Projekten. Angefangen mit dem Kochen, beziehungsweise mit der Kreation des „ultimativen Gerichts“ unter der Leitung von Farah Abazid (11. Klasse) und Frau Schubert. Jeden Tag wurde ein neues Rezept ausprobiert und die Einkäufe dafür erledigt. Die ganze Schule profitierte davon, denn jeder durfte mal kosten.
Außerdem gab es ein weiteres Projekt, von dem alle etwas hatten - während der gesamten Woche wurden die Schulflure mit Musik gefüllt. Das Projekt „Klangvolle Begegnungen“ gliederte sich in drei Untergruppen, geleitet von Frau Schramm, Herrn Astore und Herrn Serafini. Bei Frau Schramm lag der Fokus primär auf dem Gesang, so lernten die Teilnehmer verschiedene Gesangstechniken und erarbeiteten sich mehrere Songs. Bei einem Song spielten sie sogar selbst mit Trommeln und Rasseln. Die Band von Herrn Serafini war eine bunte Mischung - Gesang, E-Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Boomwhackers und Trommeln - alles war dabei. Bei Herrn Astore hingegen entstand ein waschechtes kleines Orchester, samt Cello, Geigen, Schlagzeug, Klavier und Flöten.
Für den Bereich Bildende Kunst standen gleich zwei Projekte zur Auswahl: die Arbeit mit Graffiti und ein Keramikworkshop. Unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Musik- und Kunstschule „Johann-Abraham-Schulz“ ermöglichte die Durchführung des von Sonja Vlaskin konzipierten und mit Unterstützung von Frau Hille durchgeführten Kunst-Keramik- Projekts, welcher sich rund um den Gegenstand Teekanne drehte. Während hier überwiegend mit Bleistiften auf Skizzenpapier gearbeitet wurde, wurde den (noch) weißen Wänden der Freipause in der Schule mithilfe von Spraydosen ein neues Leben eingehaucht. Bei dem Grafitti-Projekt von Frau Hateville entstand auf der rechten Seite der gemeinsam illustrierte Schriftzug „Back To School“, während die linke Seite als bunte Collage zum Ausprobieren genutzt wurde.
Das Projekt „Curtain UP! Englisches Theater“ war ebenfalls auf zwei Gruppen verteilt auf Herrn Seefeldt und Frau Grieger gegliedert. Die 7. Klässler haben das Stück „Selfie Madness“ gemeinsam mit Herrn Seefeldt eingeübt, indem der Umgang mit Social Media und der Erwartungsdruck thematisiert wird. Die Schülerinnen der 8. Klasse haben sich zusammen mit Frau Grieger das Stück „Make A Choice“ erarbeitet und sogar einen Tanz dazu choreografiert.
Auch außerhalb der Schule wurde geschauspielert: bei den deutsch-polnischen Schultheatertagen nahmen sowohl der Theaterkurs der 10. als auch der 11. Klasse Teil. Dort führten sie die Stücke auf, die sie sich im Laufe der letzten Monate mit Frau Schmidt im Rahmen des Unterrichts erarbeitet hatten. Abgesehen davon hatten die Schülerinnen und Schüler dort die Möglichkeit, täglich sämtliche Aufführungen der anderen Schulen zu schauen und somit neue Leute mit ähnlichen Interessen kennenzulernen.
Und wer dachte, Jonglieren sei nur etwas für den Zirkus, wurde im Kurs von Herrn Lorenz und Herrn Voeltz eines Besseren belehrt - denn hier war Konzentration, Koordination, Balance und vor allem Durchhaltevermögen gefragt. Im Laufe der Woche lernten die Teilnehmer nicht nur mit bis zu drei Bällen, sondern auch mit Kisten und teilweise sogar Ringen zu jonglieren.
So sportlich ging es auch bei den Projekten „Tauche ein“ und „Kicken und Connecten“ her. Sarah Matern und Cedric Sasse ermöglichten zusammen mit Frau Nartey einigen Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Projektwoche schwimmen zu gehen. Im Aquarium führten sie verschiedene Übungen aus, die Technik, Kraft und Ausdauer verbessern sollten. Es wurde also wider Erwarten nicht nur „geplanscht“, wie einige Teilnehmer zunächst angenommen hatten. „Kicken und Connecten“ hingegen hielt, was es versprach: Spiel und Spaß angeleitet von Lukas Krüger, Lennard Zielke, Elina Jenek und Maura Dabrowska und betreut von Herrn Strehl und Herrn Elbrandt. Die Schülerinnen und Schüler begannen die Tage meist mit technischen Übungen und fuhren dann mit Tunieren fort.
Insgesamt waren sich alle einig: die Projektwoche war ein voller Erfolg!
verfasst von Paula Ivers & Sarah Buscheck