Geschichte erleben – Projekttag zur Ausstellung „In Echt“ im Jüdischen Museum Schwedt

Wie fühlt es sich an, einem Menschen gegenüberzustehen, der selbst Geschichte erlebt hat? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c im Rahmen eines besonderen Projekts zur Ausstellung „In Echt“ in Schwedt nach.

Im Mittelpunkt stand die innovative Virtual-Reality-Experience, in der fünf jüdische Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre persönlichen Geschichten erzählen. An verschiedenen Stationen setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Biografien der Holocaustüberlebenden und mit der Technologie hinter den virtuellen Begegnungen auseinander. Sie erfuhren, was ein klassisches Zeitzeugeninterview von einer Aufnahme in einem volumetrischen Studio unterscheidet, und erhielten spannende Einblicke in die Entstehung der dreidimensionalen Zeitzeugen.

Besonders eindrucksvoll wurde es, als die Schülerinnen und Schüler selbst in einem kleinen volumetrischen Studio eine persönliche Erinnerung teilten. Anschließend konnten sie mit VR-Brillen in die Ausstellung eintauchen und den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen scheinbar unmittelbar begegnen.

Der Projekttag verband historisches Lernen, persönliche Erfahrungen und moderne Medien und regte dazu an, über die Chancen und Grenzen digitaler Erinnerungskultur nachzudenken. Eine besondere Erfahrung, die Geschichte nicht nur vermittelt, sondern auf ganz neue Weise erlebbar und „In Echt“ macht.