Bio-Leistungskurs experimentiert im Gläsernen Labor

Autor/in: Jeremias Eichhorn

Am Montag, dem 17. Februar 2025, mussten wir Schüler des Bio-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 11 nicht wie gewohnt in den Klassenzimmern sitzen, sondern begaben uns mit dem Zug nach Berlin-Buch auf den Campus, der neben verschiedenen medizinischen und pharmazeutischen Firmen auch das „Gläserne Labor“ beherbergt.

Nach ungehinderter Bahnfahrt in Eiseskälte und einem reichhaltigen Mittagessen in der Mensa betraten wir gestärkt die Forschungsstätte und waren neugierig zu erfahren, wie echte Forschung und Wissenschaft betrieben werden. 
Unser Unterrichtsschwerpunkt ist in diesem Halbjahr die Neurobiologie, die wir in den ersten Wochen schon vielseitig theoretisch beleuchtet haben, so dass gut vorbereitet die praktische Anschauung folgen konnte.  

Im Praktikumslabor konnten wir zahlreiche Experimente durchführen. Zuerst durften wir gemeinsam den Lerneffekt nach dem Werfen von Bällen mit einer Prismenbrille, die das Werfen und Fangen fast unmöglich machte, erfahren. Im Anschluss daran konnten wir unsere Reaktionsgeschwindigkeit des Beines mit der eines Wurmes vergleichen oder blind durch ein „Fingerlabyrinth" irren. Außerdem erhielten wir die Möglichkeit, einen Alzheimer-Test zu machen, unser Leseverhalten durch ein Elektromyogramm darzustellen oder elektrische Impulse mithilfe von Messelektroden am Unterarm zu ermitteln. 

Dank der fachgerechten Einweisung und Unterstützung durch Frau Lorenz gelang es uns, auch Sachverhalte zu erfassen, die wir „Laborlaien“ sonst vielleicht vernachlässigt hätten, so z.B. die Spannungsänderung in einer osmotischen Kammer zu messen, wenn man unterschiedliche Stoffe hinzugibt. 

Mein Fazit: 
Die Exkursion in das „Gläserne Labor“ hat sich gelohnt, denn sie veranschaulichte und festigte unsere naturwissenschaftlichen Kenntnisse maßgeblich und zeigte uns erste Verfahren des wissenschaftlichen Arbeitens, die der eine oder andere bestimmt in absehbarer Zeit im Studium verrichten wird.  

Biologie ist ein so interessanter Forschungszweig, der noch viele offene Fragen bereithält. Ein Blick über den schulischen Tellerrand hinaus ist immer lohnenswert und sollte regelmäßig vollzogen werden, denn so weit sind wir ja gar nicht mehr von der Studienwahl entfernt.  

Wir Schüler danken Frau Holzenburg für die Organisation dieser interessanten Unternehmung und Frau Meihsner für ihre tatkräftige Unterstützung.